Meine Geschichte
Ich bin Laura. Hunde waren immer ein fester Teil meines Lebens und ich war lange überzeugt davon, zu wissen, wie das Zusammenleben mit ihnen funktioniert. Viele Jahre lief alles gut, bis ein Hund in mein Leben kam, der mir sehr deutlich gezeigt hat, dass Erfahrung allein nicht immer ausreicht.
Samu - und der Moment, in dem nichts mehr funktionierte
Samu, ein Schäferhundmischling, kam als Tierschutzhund aus Rumänien zu uns. Er war der zweite Hund zu unserer Jack Russel Hündin Nicky. Mit ihm zog nicht nur ein neuer Hund ein, sondern auch eine große Herausforderung.
Schon nach kurzer Zeit wurde klar, dass nichts von dem, was ich bisher kannte oder gelernt hatte, wirklich half. Situationen eskalierten, der Alltag wurde immer anstrengender und ich fühlte mich zunehmend überfordert.
Spaziergänge wurden unmöglich, er zerrte und drehte sich an der Leine, schrie und pöbelte bei Hunden, Menschen, Autos, Fahrrädern, eigentlich bei allem, was sich bewegte. Ich konnte ihn kaum halten und war nach jedem Spaziergang vor Anstrengung durchgeschwitzt und völlig erschöpft. Auch im Haus und im Garten war es nicht entspannt. Er pöbelte im Garten alles an, was in die Nähe unseres Grundstücks kam, biss sich sogar durch den Zaun, sodass er nur noch mit Leine in den Garten durfte. Besuch zu empfangen war überhaupt nicht möglich, schon beim Klingelton eskalierte er so, dass ich ihn immer einsperren musste.
An Urlaub war überhaupt nicht mehr zu denken. Mitnehmen? Unmöglich! Jede Pension hat ihn abgelehnt und wir hätten keinem zumuten können, auf ihn aufzupassen.
Ich war müde, verzweifelt, traurig und gleichzeitig wütend auf mich selbst. Unser Zusammenleben belastete nicht nur mich, sondern auch meine Familie und unser Umfeld. Entspannung und Ruhe war kaum noch möglich und das Gefühl, meinem Hund nicht helfen zu können, wog schwer und beschämte mich. Und trotzdem wollte ich ihn nicht aufgeben. Ich holte mir schon nach kurzer Zeit Hilfe von verschiedenen Trainern, buchte Online-Kurse, probierte mich durch sämtliche Tipps bei Facebook, YouTube und Co. Ich gab eine Menge Geld aus, aber nichts führte zu einer wirklichen Verbesserung.
Der Wendepunkt
Erst durch ein speziell aufgebautes, nachhaltiges Trainingskonzept, begann sich etwas zu verändern. Schon nach kurzer Zeit zeigten sich Verbesserungen und Erfolge. Dadurch angetrieben, führte ich konsequent das Training weiter.
Mit klarer Struktur, Verständnis und einer neuen Sichtweise kehrte langsam wieder Ruhe in unseren Alltag ein. Samu gewann Sicherheit, ich gewann wieder Vertrauen in mich selbst und in unseren gemeinsamen Weg. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, wirklich zu verstehen, was mein Hund braucht.
Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich und stolz ich war, als ich Samu das erste Mal ohne Leine laufen lassen konnte, im tiefen Vertrauen, dass er auf mich hört.
Und heute nehmen wir ihn mit in den Urlaub, mit in Restaurants, jeder Besuch ist willkommen. Wenn es an der Haustür klingelt, bleibt er auf seinem Platz und im Garten kann er endlich entspannen.
Mittlerweile ist ein dritter Hund Teil unserer Familie, Dalmatiner Hündin Jazz von meiner Tochter.
Warum ich heute als Hundetrainerin arbeite
Diese Erfahrung hat mich sehr geprägt. Sie hat mir gezeigt, wie einsam und hilflos man sich fühlen kann, wenn scheinbar nichts mehr funktioniert, wie verunsichert man ist, weil man doch schon so viel getan hat. Man zweifelt, ob überhaupt noch irgendwas funktioniert. Aber vor allem ist mir bewusst geworden, wie wichtig es ist, in dieser Situation von meinem Hundetrainer ernst genommen und begleitet zu werden.
Deshalb habe ich mich entschieden, die Ausbildung zur Hundetrainerin für Problemhunde zu machen. Ich und Samu sind der beste Beweis, was man alles schaffen kann.
Heute begleite ich Menschen und ihr Hunde, die sich in ähnlichen Situationen befinden, mit viel Verständnis, Ruhe, Vertrauen und einem klaren Blick für das, was im Alltag wirklich hilft.
Mein Training
In meiner Arbeit geht es nicht darum, Hunde „funktionieren“ zu lassen (oder Menschen zu bewerten).
Es geht darum, Zusammenhänge zu erkennen, Ursachen zu verstehen und nachhaltige Veränderungen möglich zu machen, immer im Tempo des jeweiligen Hund-Mensch-Teams.
Was mir wichtig ist
Ich möchte Menschen und ihren Hunden zu einem vertrauensvollen Miteinander verhelfen. Deshalb ist mir ein individueller Ansatz besonders wichtig.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie belastend es sein kann, wenn der Alltag mit dem Hund von Stress und Unsicherheit geprägt ist. Und ich weiß, wie viel sich verbessern kann, wenn man die richtige Unterstützung bekommt.
Heute kann ich sagen: Der Weg war nicht leicht, aber er hat sich gelohnt.
Der Ansatz dieses Trainingsprogramms für Problemhunde hat mich komplett überzeugt und mein Leben verändert . Diese Erfahrung möchte ich gerne mit euch teilen.
Durch regelmäßige Fortbildungen erweitere und festige ich meine Kenntnisse.
Seit März 2024 bin ich zertifizierte Trainerin für Problemhunde und konnte bereits vielen Menschen mit ihren Hunden zu einem besseren Zusammenleben verhelfen.